Olympiade (Lexikon)

Unter einer Olympiade verstand man zur Zeit der Olympischen Spiele der Antike den vierjährigen Zeitraum zwischen zwei der Sportfeste im griechischen Olympia. Nach dieser antiken Tradition begann eine Olympiade mit der Eröffnung der Olympischen Spiele und endete mit dem Beginn der nächsten Spiele.

Die nach der Überlieferung erste Austragung der Spiele 776 v. Chr. diente als Bezugspunkt der griechischen Zeitrechnung. Die Zeitrechnung in Olympiaden entwickelte sich zu einem unersetzlichen Bestandteil der antiken griechischen Chronologie.

Für die Olympischen Spiele der Neuzeit definiert man den Beginn einer Olympiade schon mit dem Anfang des Jahres, in dem die Olympischen Sommerspiele stattfinden. Nach dieser Zeitrechnung befindet sich etwa das Jahr 2018 in der XXXI. (31.) Olympiade der Neuzeit.

Die Zeitrechnung ist unabhängig davon, ob die Olympischen Spiele tatsächlich stattgefunden haben. Die Zählung wurde beispielsweise auch trotz der ausgefallenen Olympischen Sommerspiele 1916, 1940 und 1944 fortgesetzt. Auch die pandemiebedingte Verschiebung der Olympischen Sommerspiele Tokio 2020 führte zu keinem Bruch in der Zeitrechnung.

Der Begriff der Olympiade wird häufig auch als Synonym für die Olympischen Spiele selbst verwendet.


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