Olympischer Fackellauf (Lexikon)

Der olympische Fackellauf ist eins der Eröffnungsrituale der Olympischen Spiele der Neuzeit. Die damit verbundene Tradition des olympischen Feuers hat antike Wurzeln. Ein Fackellauf fand zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin statt.

Inszenierung des olympischen Fackellaufs in Peking, China (Foto: @sambalye/Unsplash/Unsplash License)

Die olympische Flamme wird bei Olympischen Sommer- und Winterspielen einige Monate vor dem Beginn der Spiele im griechischen Olympia in einer historischen Zeremonie entzündet. Von dort wird die entzündete Fackel dann bis zum Austragungsort der Spiele gebracht. Dort entzündet ein Schlussläufer die olympische Flamme in einer Feuerschale für den Verlauf der Spiele. Die meisten Etappen werden zu Fuß bewältigt, für größere Strecken wird die Fackel teils auch per Flugzeug oder Schiff transportiert.

Häufig sind einige der Läufer, die die Fackel über die einzelnen Etappen transportieren, selbst Prominente. Prinzipiell steht es jedoch jedem offen, an den olympischen Fackelläufen teilzunehmen.

Im Sinne des olympischen Gedankens sollen alle Völker der Welt im friedlichen sportlichen Wettkampf ihre Streitigkeiten ruhen lassen, während das olympische Feuer brennt.

Beispiel für einen olympischen Fackellauf

Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft Informationen zur Dauer, Distanz, Anzahl der Läufer und Etappen des Fackellaufes im Vorfeld der Olympischen Spiele 1972 in München.

Olympische SpieleTageDistanzAnzahl der LäuferEtappen
München 1972305.530 km6.000Olympia → Athen → Thessaloniki → Istanbul → Warna → Bukarest → Timișoara → Belgrad → Budapest → Wien → Linz → Salzburg → Innsbruck → Garmisch → Partenkirchen → München
Fackellauf im Vorfeld der Olympischen Spiele 1972 in München

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