Rangliste der Kontinente bei Olympischen Spielen

Der Einsatz für Frieden und Völkerverständigung soll bei den Olympischen Spielen stets im Vordergrund stehen. Getreu dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“ ist der sportliche Wettkämpfe hier das Mittel zum Zweck und soll nicht nationalistischen Vergleichen zwischen Nationen oder Kontinenten dienen.

Dennoch kann es natürlich immer unterhaltsam sein, sich mit Medaillenstatistiken der Spiele auseinanderzusetzen. Das kann auch ein Ausgangspunkt dafür sein, sich mit der Geschichte der Olympischen Spiele auseinanderzusetzen, um zu verstehen, wie bestimmte Ergebnisse zustande gekommen sind.

Eine wenig beachtete Statistik ist die des Abschneidens der Athleten nach den Kontinenten, denen die Nationen angehören, für die sie angetreten sind. Dazu sind in der untenstehenden Tabelle alle je bei den Olympischen Sommer- und Winterspielen vergebenen Medaillen im Ewigen Medaillenspiegel nach den zugehörigen Kontinenten der Athleten aufgeschlüsselt.

KontinentGoldSilberBronzeGesamt
 Europa3.8223.9464.25612.024
 Nordamerika1.4511.2661.2013.918
 Asien7257158132.253
 Ozeanien227215273715
 Afrika126145167438
 International858476245
 Südamerika78109150337
Medaillenstatistiken nach Kontinenten
(Symbolgrafiken: Icons made by Freepik from www.flaticon.com)

Daraus ist ersichtlich, dass europäische Athleten offensichtlich insgesamt am erfolgreichsten bei den Olympischen Spielen abgeschnitten haben. Sie haben mit 3.822 Goldmedaillen deutlich mehr als die Hälfte aller Entscheidungen bei den Olympischen Spielen für sich entscheiden können. Nordamerikanische Athleten konnten bis jetzt auf dem zweiten Platz immerhin noch 1.451 Goldmedaillen gewinnen.

Auf sie folgen die Athleten aus Asien mit respektablen 725 gewonnen Entscheidungen. Ozeanische, afrikanische, unter olympischer Flagge angetretene und asiatische Athleten belegen weit dahinter den dritten bis sechsten Platz mit 78 (Südamerika) bis 227 (Ozeanien) gewonnenen Goldmedaillen.

Bei der Interpretation dieser Daten muss man jedoch sehr vorsichtig sein. Man kann daraus keineswegs schließen, dass europäische und nordamerikanische Athleten denen anderer Kontinenten überlegen seien. Man muss zunächst berücksichtigen, dass Athleten aus Europa und Nordamerika seit der ersten Austragung der Spiele 1896 stets deutlich überrepräsentiert waren und das teils bis heute sind. Viele Länder Afrikas, Asiens und Südamerikas hatten lange Zeit überhaupt keine Repräsentation bei den Spielen. Erst 1964 fanden in Tokio zum ersten Mal Olympische Spiele außerhalb von Europa oder Nordamerika statt. Somit bestand auch statistisch eine höhere Chance, dass Athleten dieser Kontinente mehr Medaillen gewinnen.

Gleichzeitig ist auch nicht zu bestreiten, dass viele der Länder in Europa und Nordamerika seit Beginn der Spiele im Schnitt zu den weltweit wohlhabendsten zählen. Die meisten ihrer Sportverbände hatten dadurch deutlich bessere finanzielle Möglichkeiten zur Förderung des Leistungssports, als sie auf anderen Teilen der Erde vorhanden sind.

Hinweise zur Wertung:

Die angetretenen Nationen sind in dem Medaillenspiegel nach der Anzahl der von ihnen gewonnen Goldmedaillen sortiert.

Bei gleicher Anzahl an gewonnen Goldmedaillen entscheidet die Anzahl der Silbermedaillen über ihre Platzierung. Gleiches gilt für Silber- und Bronzemedaillen.

Sollten zwei Nationen exakt gleich abgeschnitten haben, teilen sie sich ihren Platz und sind dann alphabetisch sortiert.

> Weitere Informationen zum Wertungssystem von Medaillenspiegeln

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